MARIE CURIE

Biografisches Schauspiel von Susanne Felicitas Wolf

Gastspiele 21. Januar bis 14. März 2021
(Uraufführung)

Interview mit der Hauptdarstellerin 

mit
Anja Klawun
und andere
(voraussichtlich 6 Darsteller*innen)

Regie
Thomas Luft

Bühne
Isabelle Kittnar (i.V.)

Kostüm
Sarah Silbermann (i.V.)

Musik
Georg Karger

Dauer
etwa 110 Minuten + Pause

Gastspiele
21. Januar bis 14. März 2021
(Uraufführung)

Aufführungsrechte
Thomas Sessler Verlag, Wien

Preis
8.950 Euro* + 10% Tantieme, Gema, AVA, VA

Auf Wunsch mit Stückeinführung und Publikumsgespräch

*Honorare für CH-Gastspiele abweichend
Honorare ggf. zzgl. CO2-Steuer

Sie war Europas erste Doktorin der Naturwissenschaften. Sie war Frankreichs erste Professorin. Sie war die erste Frau, die einen Nobelpreis bekam und der erste Mensch, der noch einen zweiten erhielt.
Marie Curie, die als Maria Sklodowska am 7. November 1867 in Warschau geboren wurde, gilt bis heute als Ikone, als Vorzeigeforscherin und Kämpferin gegen Widerstände in einer von Männern dominierten Welt. Alles, was sie tat, war unerhört: Sie forderte die Anerkennung für den Anteil ein, den sie an der gemeinsamen Forschung mit ihrem Ehemann Pierre hatte. Nach seinem Tod übernahm sie seinen Lehrstuhl. Als Witwe leistete sie sich eine Affäre mit einem jüngeren Mann und vermutlich eine Beziehung mit einer Frau. Und als Mutter zog sie zwei emanzipierte Töchter groß. Sie prägte eine ganze Forscherinnendynastie, die über Jahrzehnte weiterwirkte.
Persönlicher Gewinn war dabei nicht ihr Ziel: Ihr Wissen sollte der Menschheit dienen. Marie und Pierre veröffentlichten ihre Forschungsergebnisse unentgeltlich. An den Fronten des Ersten Weltkriegs war sie mit einem Röntgenmobil unterwegs – sie wollte Leben retten und musste doch soviel Tod und Elend ertragen. Marie Curie war eine engagierte Europäerin, arbeitete für den Völkerbund und setzte sich für Frieden, Freiheit und Gleichberechtigung ein. Doch zu verhindern, dass auch aufgrund ihrer wissenschaftlichen Erkenntnisse die fürchterlichste Waffe der Menschheit, die Atombombe, entwickelt wurde, war ihr nicht mehr vergönnt. Im Sommer 1934, am 4. Juli, endete das außergewöhnliche Leben von Marie Curie. In einem Schweizer Sanatorium erlag sie, von Strahlen geschwächt, einer „perniziösen Anämie“ (Blutarmut).

Doch wie schaffte sie das alles? Welche innere Kraft, welche unbändige Neugier auf Wissen und Forschung haben diese außergewöhnliche Frau angetrieben? Wie gelang es ihr sich gegen alle Angriffe der Gesellschaft, der Neider und der Klatschpresse zu behaupten? Es galt tiefe Krisen zu überwinden. Nach dem plötzlichen Unfalltod ihres Mannes Pierre erschien ihr ihre Existenz als sinnlos und vergeblich.

Albert Einstein nannte sie seine „trotzige Schwester“ und würdigte sie: „Sie war von einer Stärke und Lauterkeit des Willens, von einer Härte gegen sich selbst, von einer Objektivität und Unbestechlichkeit des Urteils, die selten in einem Menschen vereinigt sind.“

Mit MARIE CURIE setzen wir nach den Inthega-Preisen für DIE PÄPSTIN und HILDEGARD VON BINGEN – DIE VISIONÄRIN unsere erfolgreiche Zusammenarbeit mit der Autorin Susanne Felicitas Wolf fort. Auch das neue Schauspiel erzählt wieder von einer starken Frau und ihrem bedingungslosen Leben am Limit. Und natürlich ist Anja Klawun die Schauspielerin, die dieser einzigartigen Kraft Gesicht und Stimme gibt. Eine stärkere Verbindung hat auch die Wissenschaft nicht hervorgebracht.

Die Autorin

Die Autorin, Dramaturgin und Regisseurin Susanne Felicitas Wolf stammt aus Mainz und lebt in Wien. Sie war an Theatern wie dem Schauspiel Frankfurt, dem Volkstheater Wien und dem Schauspielhaus Wien engagiert und hat Texte bzw. Theaterstücke unter anderem für das Schauspielhaus Wien, die Komische Oper Berlin und das Volkstheater Wien geschrieben. Von ihr stammt auch die Bühnenfassung für die Produktion DIE PÄPSTIN, für die theaterlust mit dem Inthega-Preis DIE NEUBERIN 2014 ausgezeichnet wurde. Ihr Schauspiel HILDEGARD VON BINGEN – DIE VISIONÄRIN eine Auftragsarbeit für theaterlust, erhielt 2018 in der Inszenierung von Thomas Luft den 2. Inthega-Preis.

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