Gott in mir

Martin Luther kennzeichnet für mich den Übergang zum persönlichen Gott. Heißt: nicht mehr die Kirche bestimmt mein Verhältnis zu Gott, sondern ich selbst (als Person) trete in ein Verhältnis zu IHM. Gehe ich vom Jahr 1517 in die Jetztzeit, so lautet meine erweiterte These heute: Es geht für mich als persona und für uns als Menschen darum, Gott in mir / in uns zu finden. Statt den äußeren Gott der alten vorlutherischen Kirche also den verinnerlichten Gott. Den Gott, der in mir Menschen in dieser Welt aufscheint! Als ´wahrer´ Mensch lebe ich ein Stück des Göttlichen. Versuche „mitten im Endlichen im Vertrauen auf das Unendliche zu leben“ (Eugen Drewermann). Ich nähere mich Gott, lausche auf ihn, versuche mein Leben um seinen Klang anzureichern. Luther hat den Durchbruch zu dieser Haltung geschaffen. Wir sollten den von ihm eröffneten Weg heute weiter-gehen!

Kommentar verfassen

Deine E-Mail-Adresse wird nicht veröffentlicht. Erforderliche Felder sind mit * markiert.