DIE REISE DER VERLORENEN

Schauspiel von Daniel Kehlmann nach dem Buch „Voyage of the Damned“ von Gordon Thomas und Max Morgan-Witts

TOURNEE 
GASTSPIELE
STÜCK 
INFO

Besetzung
Ben Daniel Jöhnk als Kapitän Schröder
Florian Miro/ Oliver Mirwaldt als Doktor Spanier u.a.
Jonathan Wolters/ Robin McMinn als Max Aber u.a.
Judith Riehl als Präsident Bru u.a.
Kathrin Steinweg/Edith Konrath als Morris Troper u.a.
Konstantin Moreth/Johannes Schön als Otto Schiendick u.a.
Roland Peek als Minister Benítez u.a.
Sebastian Prasse als Max Loewe u.a.

Regie
Thomas Luft

Bühne
Manuela Hartel
Sarah Silbermann
Thomas Luft

Videogestaltung
Manuela Hartel

Kostüm
Sarah Silbermann

Musik
Florian Miro
Jonathan Wolters

Choreografie und Bewegungsarbeit
Búi Rouch

Dauer
ca. 105 Minuten ohne Pause

Premiere
18. Oktober 2020
Altonaer Theater, Hamburg

Aufführungsrechte
Thomas Sessler Verlag, Wien

Eine Co-Produktion mit dem Altonaer Theater Hamburg

AUFFÜHRUNGS 
PREIS

9.750 Euro*
+ 10 % Tantieme, Gema, KSA
Auf Wunsch mit Stückeinführung und Publikumsgespräch.

*Honorare für CH-Gastspiele und Inseln abweichend
*ggf. Honoraranpassung ab der Spielzeit 23/24 wegen gestiegener Energiekosten.

DOKUMENTE 
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DIE REISE DER VERLORENEN 
ENSEMBLE
BDJöhnk_Schröder (c)HPosch
Ben Daniel Jöhnk
KSteinweg_Berenson klein
Kathrin Steinweg
JRiehl_EliseLoewe klein
Judith Riehl
KMoreth_Schiendick klein
Konstantin Moreth
FMiro_Clasing klein
Florian Miro
JWolters_Aber klein
Jonathan Wolters
RPeek_Benitez klein
Roland Peek
SPrasse_Jockl klein
Sebastian Prasse
Johannes Schön_klein
Johannes Schön
Edith Konrath (c) H. Posch_kleiner
Edith Konrath
Robin_Mc_Minn_Anne de Wolf
Robin McMinn
THEATERLUST 
TV
DIE REISE DER VERLORENEN 
INHALT

„Und Sie, begnadet mit später Geburt, denken vielleicht gerade:
“Wer weiß, wie ich gehandelt hätte?” Aber ich verrate Ihnen was:
Wenn Sie wirklich nicht wissen, wie Sie gehandelt hätten,
dann wissen Sie es schon. Dann hätten Sie so gehandelt wie ich“.
Otto Schiendick, Steward auf der St. Louis

Im Jahr 1939 gehen 937 Juden in Hamburg an Bord der St. Louis. Sie wollen nach Kuba und von dort weiter in die USA oder andere Länder. Doch der kubanische Präsident verbietet die Einreise. Die Menschen dürfen das Schiff nicht verlassen. Die HAPAG in Hamburg protestiert. Immerhin wurden horrende Summen für Landegenehmigungen gezahlt. Die erweisen sich nun als illegal und wertlos. Die St. Louis muss den Hafen verlassen. Kapitän Gustav Schröder kämpft um seine Passagiere. Doch auch Amerika und Kanada verwehren die Einreise. Niemand auf der Welt will die jüdischen Flüchtlinge haben. Die St. Louis wird nach Hamburg zurückbeordert. Erst als Schröder gegen seine Kapitänsehre erwägt, das Schiff vor Sussex auf Grund laufen zu lassen, kommt Hilfe: Einige europäische Länder bieten jeweils einer bestimmten Quote von Juden Zuflucht. Aber Nazi-Deutschland überzieht den Kontinent mit Terror und Krieg. Die Reise der Verlorenen geht weiter.

Die Irrfahrt der St. Louis ist historisch verbürgt. Daniel Kehlmann bringt die Handlung in zeitübergreifender Fiktion auf die Bühne. Die aktuellen Fluchtdramen erwähnt er mit keiner Silbe. Und dennoch hat man als Zuschauer auch diese Bilder permanent vor Augen. Die Figuren treten aus dem Dialog, reflektieren ihren Charakter und verraten ihre Gedanken. Sie spielen mit dem Wissen um ihr Ende. Für die meisten ist es ein schreckliches.

Im November 2018 traf sich der kanadische Premier Justin Trudeau mit einer der Überlebenden der St. Louis. “Die Zeit hat Kanada nicht von seiner Schuld freigesprochen oder das Gewicht der Schande gemindert“, sagte er im Anschluss. Die Entschuldigung seines Landes sei „lange überfällig“.

Daniel Kehlmann hat das Stück als Auftragsarbeit für das Theater in der Josefstadt in Wien geschrieben. Dort wurde es im September 2018 uraufgeführt. Unsere Erstaufführung entstand in Co-Produktion mit dem Altonaer Theater Hamburg und hatte dort am 18. Oktober 2020 Premiere (weitere Vorstellungen bis Beginn Lockdown 01.11.20). Die erste Tournee vom 27.01. – 23.03.2021 konnte aufgrund der Corona Pandemie nicht stattfinden.

STÜCK 
AUTOR/EN

Der 1975 geborene Schriftsteller Daniel Kehlmann zählt zu den Topstars unserer Literatur-Szene und ist verantwortlich für Bestseller wie „Die Vermessung der Welt“ und „Tyll“. Bereits seit 2011 schreibt Daniel Kehlmann auch Theaterstücke und wurde schon mit dem Nestroy- Theaterpreis ausgezeichnet. Sein drittes Stück „Heilig Abend“ war ein Aufführungshit an den deutschsprachigen Theatern. „Die Reise der Verlorenen“ entstand 2018 als Auftragsarbeit für das Theater in der Josefstadt und wurde dort im vergangenen September uraufgeführt.

Foto: Billy & Hells

SZENENFOTOS 
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Fotos: Bo Lahola und Hermann Posch

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ON 
TOUR

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PRESSE 
REZENSIONEN

„Die Premiere von Daniel Kehlmanns „Die Reise der Verlorenen“ im Altonaer Theater berührt … 25 Rollen, von 8 Schauspielerinnen und Schauspielern gespielt. Teilweise fallen sie mitten in einer Szene aus ihrer Rolle, um biografische Hintergründe ihrer Figur zu erklären. So entsteht ein Stück sehr gut gemachtes Dokumentartheater … Die Erinnerung an jene Zeit zu bewahren, ohne allzu plump Bezüge zur Gegenwart herzustellen, auch das kann Theater wie „Die Reise der Verlorenen“
Hamburger Abendblatt

„Mit acht Darstellern in mehr als 20 Rollen bringt Regisseur Thomas Luft eine atemberaubend intensive Inszenierung auf die Bühne. Die atmosphärisch dichte Aufführung schildert Schicksale und Vorgänge auf unterschiedlichen Ebenen … Ein ergreifendes Theatererlebnis von bestürzender Aktualität, das am Premierenabend in langen Applaus und Bravos mündete.“
Morgenpost Hamburg

„Beeindruckende Inszenierung von Daniel Kehlmanns „Die Reise der Verlorenen“ im Altonaer Theater … Die Inszenierung von Thomas Luft beeindruckt durch eine raffinierte audiovisuelle Gestaltung, die die bedrohliche Atmosphäre an Bord symbolisch verdichten.“
Lübecker Nachrichten

„Regisseur Thomas Luft malt ein Großes Ganzes aus vielfältigsten Sinneseindrücken, die dennoch nichts verwischen. In kurzen Dialogen wird die Handlung auf den Punkt gebracht, die politischen Finessen, die Geld- und Machtgier der beteiligten pointiert erfasst. (…) Das ist großes Bühnenkino, begeisternd und mitreißend. Das Landsberger Publikum applaudierte die Schauspieler mehrmals auf die Bühne, untermalt von enthusiastischen Bravorufen“
Münchener Merkur – Kreisbote Landsberg

„Und auch wenn die eingangs des Stückes gewählten Worte, das niemand nachempfinden kann, der es nicht erlebt hat, unzweifelhaft wahr sind, stockte dem Zuschaue so manches Mal den Atem. Es gelang dem Ensemble die Geschichte so aufzubereiten, dass man zumindest einen Einblick bekommen konnte. Nicht zuletzt die Originalfilmaufnahmen und die musikalische Gestaltung trugen maßgeblich dazu bei. Es war nah“
Westfalen Blatt

„Die menschlichen Schicksale berühren, die Offenlegung der politischen und wirtschaftlichen Hintergründe erschüttert- da lässt es sich nicht behaglich in der Zuschauerrolle einrichten. Zumal der Inszenierung das Kunststück gelingt, auf der einen Seite Distanz zu schaffen, auf der anderen Seite Augenblicke großer Intimität herzustellen. Distanz durch halbtransparente Stellwände, durch streng choreographierte Bewegungen in Zeitlupe, auch dadurch, dass die ausgezeichneten Schauspieler mehrere Rollen übernehmen. Nähe, indem der Regisseur Thomas Luft Symbole findet, die stärker als das gesprochene Wort sind“
Neue Westfälische

STÜCKE  
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