Molly Sweeney

Schauspiel von Brian Friel.

Besetzung
Martin Hofer
Anja Klawun
Stefan Lehnen

Inszenierung
Thomas Luft

Bühne und Kostüm
Sandra Hauser

Lichtgestaltung/Techn. Leitung
Stefan Bettinger

Musik
Georg Karger

Dauer
90 Minuten
Pause nach etwa 45 Minuten

Premiere
16. September 2010 im Stadttheater Cuxhaven

Gastspiele
Termine auf Anfrage

Fotos
Hermann Posch

Aufführungsrechte
Per H. Lauke Verlag, Hamburg

Preis
4.500 Euro + Tantieme, Gema

Auch für Sehbehinderte und Blinde geeignet.
Auf Wunsch mit Stückeinführung.

Molly Sweeney hat zum Glücklichsein alles, was sie braucht. Einen Beruf, den sie mag. Einen Mann, der sie liebt. Ein ganzes, vollständiges Leben. Molly kann nicht sehen, aber das macht ihr nichts aus. Mit zehn Monaten wurde sie blind, seitdem begreift sie die Welt mit den anderen Sinnen. Nichts fehlt.

Aber anderen Menschen fehlt etwas. Ihrem rastlosen Mann Frank zum Beispiel. Der braucht wieder mal ein neues Ziel, eine neue Jagd nach dem Glück. Wenn Molly wieder sehen könnte…! Und auch Dr. Rice fehlt etwas: Erfolg. Dr. Rice ist Augenarzt, ehemals eine Koryphäe, jetzt ein glückloser Mensch. Eine gewagte, gelungene Operation: Das würde ihn wieder hochbringen. Wenn Molly Sweeney wieder sehen könnte…!

Und sie tun es, die beiden Männer. Molly willigt ein. Und ihre Augen sehen wieder. Doch das Glück, das neue Glück, will sich nicht einstellen. Mollys Gehirn verarbeitet die Signale nicht, die durch die Augen ankommen. Sehen und Erkennen bleiben unvereinbar. Jetzt erst wird es richtig dunkel um Molly.

Und das Glück – was ist jetzt mit dem?

Brian Friel schrieb MOLLY SWEENEY, angeregt durch eine Fallstudie von Oliver Sacks: „To See and Not See“. Vom Sehen und Erkennen, vom Wahrnehmen der Welt, um in ihr zuhause zu sein, sprechen alle drei Figuren in Friels 1994 uraufgeführtem Stück. In abwechselnden Monologen rollen sie die Geschichte auf – und erzählen dabei eigentlich von der rastlosen Suche nach dem Glück, die die meisten Menschen treibt. Und von der Unfähigkeit, diese Suche aufzugeben zugunsten des Findens.

MOLLY SWEENEY wurde 1996 in New York als bestes Off-Broadway-Play des Jahres ausgezeichnet. Mit gutem Grund. Das Stück geht unter die Haut.

Brian Friel

Er gibt nicht viel über sich preis, der Autor Brian Friel. 1929 geboren, Ire, katholisch. Ging zum Priesterseminar, wurde dann aber kein Geistlicher, sondern Lehrer. Nicht sehr lang allerdings: Schon mit Anfang Dreißig entschied er sich fürs Vollzeit-Schriftstellerdasein. Seitdem sind zahlreiche Kurzgeschichten, Drehbücher, Theaterstücke und Sachbücher über Theater von ihm erschienen. Heute gehört er zu den anerkanntesten irischen Dramatikern, viel gespielt und vielfach mit Preisen geehrt.

PRESSE

"Leise Hochspannung im Kreiskulturraum Kronach. Das Drama sensibilisiert die Sinne und hinterfragt die Suche nach dem Glück."

Neue Presse

„Molly Sweeney“ ist keine leichte Kost, kein bisschen Show, aber großes Theater."

Münchner Merkur

"Tief anrührend ist Anja Klawun in der Titelrolle (…)
Die zunehmende Verzweiflung und das Versinken in der Depression bringt A. K. ganz unaufdringlich und schlicht zum Ausdruck."

Mittelbayerische Zeitung

"Ganz großes Theater (…).
Bis zur letzten Minute ließ das Drama die Zuschauer nicht aus dem Bann und öffnete so manche Augen der „Sehenden“.

Fränkischer Tag

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